Ein unangemessen hohes Willensvollstreckerhonorar schädigt Quotenvermächtnisnehmer bloss mittelbar (Reflexschaden)

Beitrag zur Willensvollstreckung von Dr. iur. Marc'Antonio Iten, erschienen auf iusNet Erbrecht am 15.10.2018

Solange einem Vermächtnisnehmer die Vermächtnisklage zur Verfügung steht, bleibt kein Raum für eine zivilrechtliche Verantwortlichkeit des Willensvollstreckers. Offen ist, ob ein Erbe von einem Quotenvermächtnisnehmer gestützt auf Art. 562 Abs. 3 ZGB auf Schadenersatz belangt werden kann, wenn dieser ein unangemessen hohes Honorar des Willensvollstreckers (Art. 517 Abs. 3 ZGB) genehmigt und damit möglicherweise schuldhaft das Nettonachlassvermögen schmälert, das als Basis zur Berechnung eines Quotenvermächtnisses dient.

BGE anschauen

Immobilien

Wir kümmern uns um die Verwaltung oder den Verkauf Ihrer Liegenschaft.
Weisses Kreislogo von IDP Treuhand